Internationales Pfadfindertreffen am Omaha-Beach
Von 15.-17.4.2011 fand das Normandy Camporee in Port en Bessin-Hupppain/Frankreich statt. 3.000 Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus den USA, Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Polen und Österreich gedachten gemeinsam der Gefallenen der Befreiung Europas.

Amerikanische, französische, deutsche, schweizer und österreichische Pfadfinder und Pfadfinderinnen vor dem Denkmal am Omaha Beach
Alle drei Jahre kommen Pfadfindergruppen und Pfadfinderfamilien des Transatlantic Councils der Boy Scouts of America in der Normandie zusammen. Das Transatlantic Council vereinigt amerikanischen Pfadfindergruppen in Europa und Nordafrika. Die Gruppen sind beheimatet in internationalen Schulen, diplomatischen Vertretungen, Firmensitzen und Militärbasen. Gruppen gibt´s bei uns in Österreich in Salzburg und Wien.
Parallel dazu haben auch die Girl Scouts of America Gruppen in Europa. Auch die Girl Scouts nahmen an diesem Treffen teil.
Die weiteste Anreise hatte sicher die Pfadfinder vom US-Luftwaffenstützpunkt in Incirlik in der Türkei.
Die amerikanischen Pfadfinder in Übersee kooperieren eng mit den Pfadfinderverbänden in ihren Gastländern. So nahmen auf Einladung der Boy Scouts Vertreter der Scout et Guides de France, Związek Harcerstwa Polskiego, der Pfadibewegung Schweiz und ich als Vertreter der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs teil.
Die Schweizer aus Weiach und St.Gallen und ich erlebten das Lager gemeinsam mit dem Troop 60 „Die Steinadler“ aus Oberammergau.
Das Programm drehte sich ganz um die Landungen in der Normandie. So waren die Tage ausgefüllt mit Besichtigungen und beeindruckenden Gedenkfeiern mit französischen und amerikanischen Veteranen. Aber auch für ein feierliches Lagerfeuer und gemütliches Beisammensein blieb Zeit. Alte Freundschaften wurden gepflegt und neue geschlossen. Es war etwas besonders einmal bei der Verleihung von Eagle Scouts, der höchsten Auszeichnung der Boy Scouts of America dabei zu sein. Bei uns entspricht am ehesten der Georgsritter dem Eagle Scout. Die Anwesenheit hochrangiger Vertreter der US-Streitkräfte, der französischen Verwaltung und von Exxon-Chef Rex Tillerson zeigte die Wertschätzung der Pfadfinderarbeit. Viele dieser Persönlichkeit waren oder sind selbst Pfadfinder, wie Rex Tillerson, der Präsident der Boy Scouts of America, Eagle Scout in der dritten Generation.
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Gemeinsam mit der einer Umweltorganisation und Bluet de France (ähnlich dem Schwarzen Kreuz in Österreich) setzten sich die Pfadfinder dafür ein, dass der Omaha Beach bis zum 70.Jahrestag 2014 UNESCO Weltkulturerbe ist. |
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Am amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer, der vielen sicher aus dem Film „Der Soldat James Ryan“ bekannt ist, wurden wir alle ruhig vor den 9.000 Gräbern. Auffallend waren hier die fielen deutschen und österreichischen Namen, die Nachfahren der zahlreichen Auswanderer. Am Nachmittag bei der Gedenkfeier am Omaha Beach lief es uns allen kalt über den Rücken herunter. Heute 67 Jahre nach dem D-Day stehen Amerikaner, Deutsche und Österreicher als Freunde zusammen und so können die Worte aus der Ansprache eines US-Veterans auch als ein Motto für unsere Pfadfinderarbeit gelten: „…Auf dass der heutigen Jugend so ein Blutbad erspart bleibt.“ |
Philipp Lehar, Koordiantor Internationales, LV Tirol
Fotos: Günter Greif/Troop 60, Anina Rütsche/PBS







