Flucht und Heimat - Jugendgedenkmarsch im ehemaligen KZ Mauthausen

Am vergangenen Samstag, den 5. Mai, fuhren drei motivierte Tiroler nach Linz zum „VorTag“ der Befreiungsfeier in Mauthausen. Zusammen mit 14 anderen PfadfinderInnen aus Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark haben sie zwei Workshops besucht. Im Workshop „KZ und dann?“ haben wir uns mit der Situation der befreiten Häftlinge beschäftigt, denn es war einigen nicht möglich, nach der Befreiung des Lagers sofort in ihre Heimat zurückzukehren. In einem weiteren Workshop ging es um vier bekannte Juden bzw. Judenhelfer. In kleinen Gruppen besprachen wir die Lebensgeschichten von Oskar Schindler, Anne Frank, Sophie Scholl und Peter van Pels. Den Abend verbrachten wir gemeinsam am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag fuhren wir in der Früh gemeinsam nach Mauthausen. Dort fand die alljährliche Befreiungsfeier im ehemaligen KZ Mauthausen statt. Auch heuer nahmen, unter anderem wieder zahlreiche Jugendorganisationen daran teil. Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs waren mit etwa 40 Leuten aus Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Steiermark und Wien vertreten. Die diesjährige Befreiungsfeier fand unter dem Motto „Flucht und Heimat“ statt, ein Thema, welches aktueller denn je ist. Neben der Befreiungsfeier nahmen die Pfadfinder und Pfadfinderinnen auch an der Gedenkveranstaltung beim Jugenddenkmal teil, danach fand noch ein kurzes Gedenken an der Klagemauer statt, wo wir Interessantes über die damals inhaftierten Pfadfinder erfuhren. Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen setzten auch heuer wieder durch ihre Anwesenheit bei der Befreiungsfeier ein wichtiges Zeichen gegen das Vergessen und für eine solidarische Welt, in der das Gemeinsame stets über dem Trennenden stehen soll.


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